
Seit dem Sommer 2023 läuft der Abriss auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände an der Frankfurter Straße in Voerde. Das Gelände ist rund 60 Hektar groß – etwa so groß wie 80 Fußballfelder. Kühlturm und ein erster Schornstein sind bereits Geschichte. Jetzt sind die beiden verbliebenen Kamine dran. Der Schornstein „West" steht direkt neben der Frankfurter Straße – nur etwa 25 bis 30 Meter entfernt. Ein Abrissbagger sitzt oben auf der Spitze und trägt den Beton Stück für Stück ab – rund einen Meter pro Tag. Seit Februar ist der Kamin so bereits um rund 21 Meter geschrumpft. Parallel dazu läuft der Abriss des mittleren Schornsteins. Der war ursprünglich 250 Meter hoch – heute misst er noch rund 110 Meter. Dieser Kamin wird komplett abgeknabbert und nicht gesprengt.
Nächste Sprengungen und Sperrung bis Ende Mai
Bevor der Schornstein „West" gesprengt wird, kommen zunächst die großen Maschinenhallen auf dem Gelände dran. RWE bereitet deren Sprengung bereits seit Wochen vor. Einen genauen Termin gibt es noch nicht – RWE kündigt an, ihn rechtzeitig bekanntzugeben. Wegen der Abrissarbeiten am Schornstein „West" ist die Frankfurter Straße seit dem 9. Februar gesperrt. Der Verkehr wird über Rahmstraße, Dinslakener Straße und Friedrichstraße umgeleitet. Die Sperrung läuft noch bis Ende Mai 2026. Für die Anwohner in Möllen ist das eine zusätzliche Belastung – zu Lärm und Staub kommt jetzt der Umwegsverkehr durch den Stadtteil. RWE sagt: Die Sperrung ist alternativlos, weil Trümmer auf die Fahrbahn fallen könnten. Wer Fragen an RWE hat, erreicht das Unternehmen per Mail unter buergeranfragen-voerde@rwe.com. Ab 2030 soll auf dem Gelände ein neues Gaskraftwerk Strom produzieren.