
In der Nacht auf Freitag rücken rund 90 Einsatzkräfte zum Logport auf der Europaallee in Duisburg-Rheinhausen aus. Der Einsatz beginnt kurz nach 00:36 Uhr. In einer Lagerhalle tritt eine ätzende Flüssigkeit aus einem sogenannten IBC-Behälter aus – das ist ein großer Industrie-Transportbehälter. Die Flüssigkeit verteilt sich über mehrere hundert Meter in der Halle. Eine Restmenge von rund 100 Litern fließt aus dem Behälter in eine Auffangwanne. Der Behälter selbst befindet sich zu diesem Zeitpunkt bereits außerhalb der Lagerhalle. Zehn Personen kommen mit dem Gefahrstoff in Kontakt. Sie werden noch vor Ort dekontaminiert und anschließend vom Rettungsdienst versorgt. Auswirkungen auf die Umgebung gibt es nach Angaben der Feuerwehr nicht.
Großeinsatz in Rheinhausen – Chemiezug und Dekontaminationseinheit im Einsatz
Feuerwehrleute erkunden die Lagerhalle in Chemikalienschutzanzügen. Die ausgetretene Gefahrstoffmenge in der Halle gilt dabei als statisch – breitet sich also nicht weiter aus. Außerhalb der Halle läuft größere Menge des Produktes in eine Auffangwanne. Abschiebemaßnahmen werden gemeinsam mit dem Betriebsverantwortlichen entschieden und durchgeführt. Im Einsatz sind Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Duisburg sowie der Rettungsdienst. Der Chemiezug ist ebenso vor Ort wie die Dekontaminationseinheit und die Fernmeldeeinheit. Der Einsatz dauert nach Angaben der Feuerwehr zunächst auf unbestimmte Zeit an.