
Bald soll entschieden werden, wie es im Streit um den geplanten Kiesabbau im Kreis Wesel weitergeht. Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt und SPD-Landtagsabgeordneter René Schneider fordern bis dahin einen klaren Fahrplan für den Kiesausstieg - auch im sogenannten Landesentwicklungsplan. Der entscheidet als höchstes Instrument über die Flächenplanung in NRW. Vor allem sollen keine neuen Abbauflächen mehr genehmigt werden. Außerdem fordern die Kläger ein konkretes Ende des Kiesabbaus und Pläne, wie Kies-Alternativen umgesetzt werden können.
Gericht entscheidet am 12. Juni
Am 12. Juni soll dann das Oberverwaltungsgericht in Münster entscheiden, ob der Regionalplan Ruhr rechtsgültig ist. Der Kreis und mehrere Kommunen wie Kamp-Lintfort, Rheinberg, Neukirchen-Vluyn, Hünxe, Alpen und Hamminkeln haben gemeinsam gegen ihn geklagt, weil sie schwere Planungsfehler bei der Festlegung neuer Kiesflächen sehen und der künftige Bedarf an Kies unsicher ist. Der Streit um den Kiesabbau läuft schon seit Jahren. Bereits 2022 hatten Kommunen mit einer Klage Erfolg. Der Regionalverband Ruhr musste danach den Plan überarbeiten und hat weniger Abbauflächen vorgesehen.