
Heute beginnt der Prozess um den Mord an einem 61-Jährigen in Hamminkeln-Dingden. Angeklagt sind drei junge Bocholter zwischen 18 und 22 Jahren. Ein weiterer Verdächtiger wurde am Mittwoch von der Polizei festgenommen. Sie sollen gemeinsam geplant haben, den Mann auszurauben und zu töten. Laut Anklage sollen sie dabei vorgetäuscht haben, bei dem Treffen gehe es um Kokain und sexuelle Handlungen. Der Dingdener war durch brutale Gewalt gegen den Hals gestorben. Er wurde außerdem getreten und niedergeschlagen. Die Höhe der Beute - Bargeld und Wertsachen - ist bisher nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft spricht von Habgier und Heimtücke.
Acht Prozesstage sind bis Mitte Februar geplant
Im Juni war die Polizei zunächst zu einem Sterbefall in das Einfamilienhaus an der Sachsenstraße in Dingden gerufen worden. Die Obduktion ergab dann, dass der Mann durch Gewalt ums Leben gekommen ist. Im Juli folgten dann Durchsuchungen und Festnahmen. Der Mord wird vor dem Landgericht Münster nach Jugendstrafrecht verhandelt. Bisher sind acht Prozesstage bis Mitte Februar angesetzt.