
Die Grundschule Fusternberg in Wesel ist die erste Schule der Stadt, die nach einer Rundum-Sanierung fertig wird. Die Gebäudefläche hat sich von 2100 auf 3800 Quadratmeter fast verdoppelt. Von außen sind Neubau und Altbau durch eine einheitliche graue Fassade kaum noch zu unterscheiden. Die Kosten für die Sanierung liegen bei 16 Millionen Euro. Damit ist es das größte Grundschulprojekt im städtischen Schulbauprogramm, abgesehen von der Hansaringschule. Früher platzte das Gebäude aus allen Nähten, Kinder mussten teilweise abgewiesen werden. Die offene Ganztagsbetreuung fand zuletzt nur noch im Keller Platz. Ab dem neuen Schuljahr gilt an allen Schulen der Stadt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. In Fusternberg werden nach den Ferien 225 Kinder in zehn Klassen unterrichtet. 63 Prozent der Kinder sind für den offenen Ganztag angemeldet. Die Schule wird schrittweise dreizügig, die Jahrgänge 2 und 3 sind es bereits. Neu ist auch das Cluster-Konzept: Jeder Jahrgang bekommt einen eigenen Bereich mit drei Klassenräumen, einem Differenzierungsraum und einem Teamraum. Fenster erlauben den Lehrkräften den Blick in Nebenräume, in denen Kinder zum Beispiel in Gruppen arbeiten. Die letzten Arbeiten, etwa an den Fachräumen, sollen bis zum Herbst abgeschlossen sein.
Wesel: Neubau an Konrad-Duden-Realschule schreitet voran
Auch an anderen Schulen in Wesel tut sich einiges. An der Konrad-Duden-Realschule entsteht derzeit ein 2200 Quadratmeter großer Anbau. Der neue Unterrichtstrakt soll bis zum Sommer 2027 fertig sein. Ursprünglich sollte der Anbau mit einem 3D-Betondrucker gebaut werden. Der Stadtrat lehnte diesen Plan 2022 ab, weil reiner Beton nicht zu den Klimazielen der Stadt passt. Seitdem wird der Anbau überwiegend in Holzbauweise errichtet. Nur wirklich notwendige Teile bestehen weiterhin aus Beton. Wenn der Neubau bezogen ist, gibt die Realschule frei werdende Räume an das benachbarte Konrad-Duden-Gymnasium ab. In einem zweiten Bauabschnitt entstehen zusätzlich ein neues Foyer, ein weiterer Klassenraum und ein größeres Lehrerzimmer. Die gesamten Arbeiten an der Realschule sollen bis 2030 abgeschlossen sein. Die Stadt investiert insgesamt rund 22 Millionen Euro in das Schulzentrum Nord. Am Konrad-Duden-Gymnasium und am Andreas-Vesalius-Gymnasium stehen inzwischen Klassencontainer. Grund ist die Rückkehr zum Abitur nach 13 Schuljahren, wodurch beide Gymnasien wieder neun statt acht Jahrgänge haben. Bauliche Erweiterungen an den Gymnasien sind ebenfalls geplant, sie starten aber erst 2028.