
In Dinslaken hat die starke Erhöhung der Grundsteuer hohe Wellen geschlagen. Mit der Anhebung war die Stadt in diesem Jahr aber nicht allein. Laut Steuerzahlerbund haben über ein Drittel der NRW-Kommunen die Grundsteuer angehoben – darunter auch Wesel und Hamminkeln. Der durchschnittliche Hebesatz liegt damit jetzt landesweit bei rund 760 Prozent. Das entspricht in etwa auch dem Schnitt im Kreis Wesel. Spitzenreiter ist bei uns Dinslaken. Xanten und Wesel folgen aber nur knapp dahinter. Die niedrigste Grundsteuer zahlen die Sonsbecker, Hünxer und Alpener.
Der Steuerzahlerbund beklagt, dass die Städte mit der Grundsteuererhöhung versuchen, Löcher in ihren Kassen zu stopfen. Schlechte Nachrichten sind das übrigens nicht nur für Hausbesitzer: Die Kosten werden meistens auf die Mieter umgelegt.
Dinslaken, Wesel, Hamminkeln – so stark steigen die Hebesätze
Den stärksten Sprung im Kreis Wesel hat Dinslaken hingelegt: plus 350 Punkte – von 648 auf 998 Prozent. Das ist der zweitstärkste Anstieg in ganz NRW. In Wesel gilt seit Mai 2026 wieder ein einheitlicher Hebesatz von 931 Prozent. Für Eigentümer von Wohngrundstücken bedeutet das ein Plus von 149 Punkten. Hamminkeln kommt auf einen neuen Hebesatz von 771 Prozent – 121 Punkte mehr als im Vorjahr. Mieter bekommen die Erhöhung übrigens meist erst mit der Nebenkostenabrechnung des Folgejahres zu spüren. Wer 2026 mehr zahlt, sieht das also oft erst 2027 auf der Rechnung.