
Moers hat im letzten Jahr über 27 Millionen Euro an Grundsteuern eingenommen. Das sind rund 1,5 Millionen weniger als im Jahr davor. Und damit steht die Stadt nicht allein da. Kreisweit konnten nur drei Kommunen ihre Einnahmen leicht steigern - am meisten Sonsbeck, gefolgt von Alpen und Wesel. Das sagen die aktuellen Zahlen der Landesstatistiker. Damit hat die 2025 eingeführte Grundsteuerreform zumindest ein Ziel erreicht. Sie dient nicht dazu, die städtischen Haushalte aufzuhübschen. Am schlimmsten hat es Dinslaken erwischt: Hier sanken die Grundsteuer-Einnahmen sogar von fast 15 Millionen auf nur noch etwa 12,1 Millionen Euro. Die meisten Einnahmen stammen aus der Grundsteuer B. Die wird von Eigentümern gezahlt. Sie geben sie aber in der Regel an ihre Mieter weiter.
Landestrend ähnlich wie bei uns im Kreis
Landesweit ist das Gesamtaufkommen durch die Grundsteuer B um 4,4 Prozent zurückgegangen, so it.nrw. Trotzdem wurde aber noch der zweithöchste Wert der letzten zehn Jahre erreicht. Seit dem vergangenen Jahr können die Städte und Gemeinden in NRW auf einen differenzierten Grundsteuerhebesatz zurückgreifen - also getrennt für Wohn- und Nichtwohngrundstücke. Bei uns haben sich vier Kommunen dafür entschieden. Allerdings überlegt Wesel gerade, die Regelung wieder zu ändern. Der Hintergrund: Erste Gerichte haben die gesplittete Grundsteuer nach Klagen schon gekippt. Die rechtliche Lage bleibt damit unsicher.