
In der Weseler Filiale der Fachmarktkette Hammer hängen seit wenigen Tagen die Schilder: „Alles muss raus" und „Wir schließen diese Filiale." Der Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH hat das Insolvenzverfahren am 1. April eröffnet. Bereits seit dem 26. Januar lief die vorläufige Insolvenzverwaltung. Es ist nicht die erste Krise für das Unternehmen – es ist bereits die zweite Insolvenz. Bundesweit hat Hammer 87 Filialen betrieben. 46 davon sind bereits geschlossen. 41 Standorte kämpfen noch ums Überleben – darunter Wesel. Der Insolvenzverwalter hat nach eigenen Angaben mehr als 300 potenzielle Investoren angesprochen. Die Resonanz sei jedoch sehr ernüchternd gewesen. In den nächsten Tagen soll eine endgültige Entscheidung fallen.
Weseler Filiale erst 2023 aufwendig renoviert
Dabei hatte der Standort an der Schermbecker Landstraße 15 in Wesel noch vor zwei Jahren eine Zukunft gehabt. 2023 wurde die Filiale umfangreich umgebaut und modernisiert – dafür war der Markt drei Monate lang geschlossen. Die Verkaufsfläche wurde damals bereits von 1.900 auf 1.200 Quadratmeter reduziert. Man folge dem Trend zu kleineren Verkaufsräumen, hieß es damals. Acht Mitarbeitende und fünf bei der Filiale angesiedelte Handwerker sind dort noch beschäftigt. Für sie ist die Lage jetzt ernst. Sollte sich doch noch ein Investor finden, könnte der Räumungsverkauf jederzeit gestoppt werden. Bundesweit bangen rund 1.100 Beschäftigte um ihre Stellen.