
Die Stadt Hamminkeln lässt ihr Verkehrsverhalten genauer untersuchen. Im Auftrag der Verwaltung führt das Ingenieurbüro Helmert aus Aachen eine Mobilitätsbefragung durch. Dabei geht es um den sogenannten Modal Split. Der Begriff beschreibt, wie sich die Wege der Menschen in Hamminkeln auf verschiedene Verkehrsmittel verteilen. Ob zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus oder dem Auto – die Befragung soll ein genaues Bild liefern. Die Stadt will damit vor allem den sogenannten Umweltverbund stärken. Dazu zählen Fuß- und Radverkehr sowie Busse und Bahnen. Die Ergebnisse bilden künftig eine Grundlage für die Verkehrsplanung in Hamminkeln.
Hamminkeln befragt 4.000 Haushalte zur Mobilität
Für die Befragung schreibt die Stadt Anfang und Mitte September insgesamt 4.000 zufällig ausgewählte Haushalte an. Die Teilnahme ist freiwillig. Wer mitmachen möchte, kann einen Online-Fragebogen ausfüllen. Alternativ gibt es einen Papierfragebogen oder ein Telefoninterview. Abgefragt wird das Mobilitätsverhalten aller Haushaltsmitglieder an einem bestimmten Stichtag. Dazu gehören die genutzten Verkehrsmittel, die Wegstrecken und der Zweck der Wege, etwa der Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Die Angaben werden anonymisiert und lassen keine Rückschlüsse auf einzelne Personen zu. Start und Ziel der Wege ordnet das Ingenieurbüro nur statistischen Bezirken zu.
Auswertung und Förderung der Mobilitätsbefragung in Hamminkeln
Der Rücklauf der Fragebögen soll bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Danach wertet das Ingenieurbüro Helmert die Daten aus. Ein Abschlussbericht liegt voraussichtlich im ersten Quartal 2027 vor. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Maßnahme über die Förderrichtlinie Nahmobilität. Die Stadt Hamminkeln will die Ergebnisse für künftige Verkehrsentscheidungen nutzen. Weitere Informationen gibt es unter hamminkeln-mobil.de.