Anzeige
Hamminkeln überträgt Ratssitzungen künftig per Livestream
© Foto: Blossey / Funke Foto Services
Teilen:

Hamminkeln überträgt Ratssitzungen künftig per Livestream

Wer in Hamminkeln wissen will, worüber die Politik gerade diskutiert, muss dafür künftig nicht mehr ins Rathaus. Ab dem 20. Mai läuft die erste Sitzung live im Internet.

Veröffentlicht: Mittwoch, 20.05.2026 04:57

Anzeige

Die Stadt Hamminkeln überträgt ihre Ausschuss- und Ratssitzungen ab sofort per Livestream auf YouTube. Den Anfang macht die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 20. Mai. Wer dabei sein will, findet den entsprechenden Link rechtzeitig auf der städtischen Homepage unter hamminkeln.de sowie in den sozialen Medien der Stadt. Die Übertragung beginnt allerdings nicht von Anfang an. Die Einwohnerfragestunde zu Beginn jeder Sitzung ist nicht Teil des Livestreams. Erst wenn diese vorbei ist, geht die Übertragung live. Eine feststehende Kamera zeigt dabei die Ratsmitglieder und die Verwaltungsreihe. Gezoomt oder geschwenkt wird nicht. Die Kameraposition bleibt die ganze Sitzung über unverändert. Zuschauerinnen und Zuschauer im Saal sind im Bild nicht zu sehen. Dafür hat die Stadt die Sitzordnung im Ratssaal angepasst. Bodenmarkierungen zeigen, welche Bereiche von der Kamera erfasst werden. Die fertigen Aufzeichnungen bleiben jeweils vier Wochen online, danach werden sie gelöscht.

Anzeige

Eine Idee mit langer Vorgeschichte

Anzeige

Die Idee für den Livestream ist nicht neu. Die CDU in Hamminkeln hatte das schon im Jahr 2024 beantragt. Der damalige Rat hatte den Antrag allerdings abgelehnt. Man einigte sich darauf, dass nach der Kommunalwahl der neu gewählte Rat über die Frage entscheiden soll. Und der hat grünes Licht gegeben. Vor rund vier Monaten fiel die Entscheidung, Sitzungen künftig öffentlich zu übertragen. Seitdem hat die Stadt die Technik vorbereitet und mehrere Probeläufe durchgeführt. Veröffentlicht wurden diese Tests nicht. Denn es gibt klare Regeln, was wie übertragen werden darf. Auf einen externen professionellen Dienstleister verzichtet die Stadt dabei bewusst. Die Rede war von Kosten in Höhe von rund 55.000 Euro. Stattdessen setzt Hamminkeln auf eigene Technik und eigenes Personal. Nach einem Jahr will die Stadt Bilanz ziehen. Dann soll geschaut werden, wie die Resonanz ist und ob es Verbesserungsbedarf gibt. Erst danach wird das Livestream-Angebot dauerhaft installiert.

Anzeige
Anzeige
Anzeige