
Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Eine Duisburgerin, die eigentlich am Berufskolleg Wesel unterrichten sollte, ist seit 16 Jahren krankgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft Duisburg ermittelt jetzt offiziell wegen gewerbsmäßigen Betrugs gegen sie. Aufmerksam auf den Fall wurde die Behörde durch Medienberichte. Daraufhin hat sie Unterlagen der Bezirksregierung Düsseldorf angefordert. Darunter war auch ein amtsärztliches Gutachten vom November 2025. Erst im Februar 2026 lagen alle Unterlagen vollständig vor. Dann hat die Staatsanwaltschaft ein offizielles Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Wohnung durchsucht – Beweismittel sichergestellt
Letzte Woche haben Beamte von Polizei und Staatsanwaltschaft die Privaträume der Frau in Duisburg durchsucht. Grundlage war ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Duisburg. Dabei sind Dokumente und digitale Datenträger sichergestellt worden. Die werden jetzt ausgewertet. Der strafrechtliche Vorwurf bezieht sich auf einen Zeitraum von vier Jahren. In dieser Zeit soll die Lehrerin ihre Dienstunfähigkeit bewusst vorgetäuscht haben. Gleichzeitig soll sie als Heilpraktikerin gearbeitet und an einem Gründungswettbewerb teilgenommen haben. Parallel laufen Disziplinarverfahren gegen die Lehrerin und eine Sachbearbeiterin der Bezirksregierung Düsseldorf. Verurteilt ist die Frau bisher nicht.