
IG Metall warnt vor Jobverlust bei ArcelorMittal und Thyssenkrupp
Die IG Metall fordert ArcelorMittal und Thyssenkrupp Steel in Duisburg auf, einen wichtigen Vertrag über Roheisenlieferungen zu verlängern. Andernfalls könnten Hunderte Arbeitsplätze in beiden Unternehmen in Gefahr geraten.
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.11.2025 13:28
Die IG Metall kritisiert die Stahlkonzerne ArcelorMittal und Thyssenkrupp in Duisburg. Grund ist ein alter Vertrag über die Lieferung von flüssigem Roheisen, den ArcelorMittal gekündigt hat. Seit fast 30 Jahren liefert Thyssenkrupp Steel jährlich rund 750.000 Tonnen Roheisen an ArcelorMittal. Die Gewerkschaft sagt, dass diese Zusammenarbeit wichtig für den Standort Duisburg ist und fordert, den Vertrag zu verlängern. Nur so könnten viele Arbeitsplätze gesichert und die Stahlproduktion stabil gehalten werden.
Postkartenaktion der Beschäftigten startet
Die IG Metall warnt, dass ohne Verlängerung Hunderte Jobs in beiden Unternehmen gefährdet sind. ArcelorMittal hat Investitionen in neue Produktionsanlagen vorerst gestoppt, bei Thyssenkrupp könnte sich der Start einer neuen Anlage verzögern. Um Druck zu machen, starten die Beschäftigten eine Postkartenaktion unter dem Hashtag #wirmuessenfluessigbleiben. Sie appellieren an die Vorstände: Den bewährten Vertrag zu verlängern ist wichtig für die Stadt, die Firmen und die Menschen, die dort arbeiten.