Anzeige
IHK bewertet Dinslaken als Wirtschaftsstandort
Teilen:

IHK bewertet Dinslaken als Wirtschaftsstandort

Die Niederrheinische IHK hat Dinslaken als Wirtschaftsstandort unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Eine 3,5 – und deutliche Hinweise, wo die Stadt besser werden muss.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.04.2026 06:35

Anzeige

Die IHK hat im Sommer 2025 insgesamt 34 Unternehmen aus Dinslaken befragt. Sie haben 16 Standortfaktoren bewertet – von der Infrastruktur bis zur Lebensqualität. Die Gesamtnote lautet 3,5 – also gerade noch befriedigend. Besonders schlecht schneidet Dinslaken bei Planung und Genehmigungen ab: Note 4,8. Das ist der schlechteste Wert in der gesamten Analyse. Auch Steuern und kommunale Abgaben bekommen jeweils eine 4,3. Der Gewerbesteuer-Hebesatz liegt in Dinslaken bei 499 Punkten – der NRW-Schnitt liegt bei 459. Für viele Unternehmen ist das ein entscheidendes Kriterium bei der Standortwahl. Auf der anderen Seite überzeugt Dinslaken bei der Lebensqualität. Freizeitangebot, Umweltqualität und Kulturangebot gehören zu den besten Werten am Niederrhein – mit Noten zwischen 2,4 und 2,6. Die IHK sagt klar: Diese Stärken nutzt die Stadt bisher zu wenig für ihr Standortmarketing.

Anzeige

Bürgermeister sieht Wirtschaftsförderung als Chefsache

Anzeige

Bürgermeister Simon Panke hat auf die Umfrageergebnisse reagiert. Er sagt, er nimmt die Kritik ernst. Seit seinem Amtsantritt im November intensiviert er den direkten Kontakt zu den Unternehmen in der Stadt. Sein Ziel ist ein wirtschaftsfreundlicheres Klima in Dinslaken. Konkret arbeitet die Stadt an einem aktualisierten Gewerbeflächenkonzept und einem neuen Netzwerktreffen für Unternehmen. Die befragten Betriebe haben in den Freitextantworten der IHK-Umfrage klare Wünsche formuliert: Sie wollen eine leichtere Kommunikation zwischen Behörden und Firmen und einen schnelleren Glasfaserausbau. Eine weitere Forderung der Unternehmen: niedrigere Grund- und Gewerbesteuern. Das dürfte schwer werden – denn die Stadt hat die Grundsteuer für Hauseigentümer gerade erst kräftig erhöht. Die IHK empfiehlt der Stadt, ihr Standortmarketing zu verbessern und Planungs- und Genehmigungsprozesse zu beschleunigen

Anzeige
Anzeige
Anzeige