
Die hohen Kraftstoffpreise werden für viele Unternehmen am Niederrhein zur ernsthaften Belastung. Besonders betroffen sind Speditionen, Taxibetriebe und Busunternehmen – also alle Branchen, die täglich auf den Sprit angewiesen sind. Für sie sind die gestiegenen Kosten kaum noch zu stemmen. Die Niederrheinische IHK spricht bereits von einer existenzbedrohenden Lage für viele kleinere Betriebe. Hintergrund ist der anhaltende Nahost-Konflikt, der die Rohölpreise international in die Höhe treibt. Die Bundesregierung hat zuletzt mit der sogenannten 12-Uhr-Regel reagiert. Sie begrenzt Preiserhöhungen an Tankstellen auf einmal täglich. Doch die Wirkung bleibt aus. Auch der ADAC bestätigt: Die Spritpreise sind in den vergangenen sieben Tagen weiter gestiegen.
IHK schlägt Senkung der Energiesteuer vor
Die Niederrheinische IHK fordert deshalb schnelles Handeln von der Bundesregierung. Ihr Vorschlag ist konkret: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel soll auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden. Das würde den Literpreis bei Benzin um knapp 30 Cent senken, bei Diesel um rund 15 Cent. Für Pendler und Unternehmen am Niederrhein wäre das eine spürbare Entlastung. Dass diese Maßnahme wirkt, hat sich bereits gezeigt. Im Jahr 2022 hat eine temporäre Senkung der Energiesteuern in der Energiekrise die Preise an den Zapfsäulen schnell und merklich gedrückt. An diese Erfahrungen soll die Bundesregierung jetzt anknüpfen, so die IHK. Wenn nicht bald gehandelt werde, warnt die IHK vor weitreichenden Folgen – nicht nur für die Transportbranche, sondern für die gesamte Wirtschaft am Niederrhein und die Verbraucher.