
Die Industrie- und Handelskammer Niederrhein sorgt sich wegen des niedrigen Rheinpegels. Die Schiffe können deshalb aktuell nur noch ein Drittel ihrer üblichen Ladung aufnehmen. Dadurch wird der Transport auf dem Wasser deutlich teurer. Noch seien die Lager der Unternehmen gut gefüllt. Die IHK fordert von der Politik trotzdem mehr Unterstützung ein. Unter anderem müsse die Fahrrinne des Rheins weiter von störenden Felsen befreit werden. In Wesel liegt der Rheinpegel aktuell nur noch knapp über der Ein-Meter-Marke. Den historischen Tiefststand gab es vor vier Jahren mit 88 Zentimetern.
Thyssenkrupp Steel hat Produktion leicht gedrosselt
Laut Schätzungen ist die Industrieproduktion beim Niedrigwasser 2018 deutschlandweit zeitweise um rund 1,5 Prozent zurückgegangen. Dasselbe droht auch jetzt wieder. Folgen hat das wenige Wasser im Rhein etwa schon für die Thyssenkrupp Steel Europe. Die Lieferung von Rohstoffen wird immer schwieriger. Das Duisburger Werk hat seine Produktion deshalb nach eigenen Angaben vorsorglich leicht gedrosselt. Außerdem können die eigenen Schubschiffe bei Niedrigwasser nicht fahren. Stattdessen greift der Konzern auf angemietete, externe Schiffe zurück.