
Die Wirtschaft war schon vor der Eskalation in der Straße von Hormus geschwächt. Nun ist ein neuer Tiefstand erreicht: Der Geschäftsklima-Index sinkt auf 80 Punkte. Steigende Energie- und Rohstoffpreise sowie Lieferengpässe belasten alle Betriebe. „Die Unternehmer blicken pessimistisch in die Zukunft. Nach Corona, Ukraine-Krieg und jetzt Nahost-Konflikt geht ihnen die Luft aus. Wir sind im Dauerkrisenmodus", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.
Wirtschaft braucht spürbare Reformen
Besonders sichtbar wird die Krise bei den Investitionen: 40 Prozent der Industrieunternehmen und 30 Prozent der Handelsbetriebe fahren ihre Investitionen zurück. „Geopolitische Unsicherheiten treffen auf eine unentschlossene Politik. Das Ergebnis: Kaum ein Unternehmen kann investieren. Lediglich der Bestand wird repariert. Zudem planen die Betriebe, Personal abzubauen. In diesem Umfeld kann kein Wachstum entstehen. Es müssen echte Struktur-Reformen her: Energiekosten runter, Steuern senken und Bürokratie-Abbau. Das heißt: keine Zeit mehr für Trippelschritte. Sonst droht der deutschen Wirtschaft ein verlorenes Jahrzehnt", mahnt Dietzfelbinger.