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Im Kreis Wesel könnte es bald mehr Kennzeichen geben
© Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
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Im Kreis Wesel könnte es bald mehr Kennzeichen geben

Der Bundesrat entscheidet heute über die Liberalisierung der Autokennzeichen. Er könnte damit den Weg für eigene Kürzel in Städten ab 20tausend Einwohnern frei machen.

Veröffentlicht: Freitag, 06.03.2026 05:25

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Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Voerde und Xanten könnten schon bald eigene Autokennzeichen bekommen. Der Bundesrat soll heute den Weg dafür frei machen. Deutschlandweit würden dann bis zu 320 neue Autokennzeichen möglich - in Kommunen ab 20.000 Einwohnern. Im Kreis Wesel können die Menschen aktuell nur zwischen "WES" für Wesel, "DIN" für Dinslaken und "MO" für Moers wählen. Eigenen Kürzel, wie "XA" für Xanten, könnten in Zukunft die regionale Identität stärken. Ein lokales Kennzeichen gilt für viele als sichtbares Bekenntnis zur Heimat.

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Schon 2012 kamen "MO" und "DIN" neu dazu

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Kosten sollen dadurch keine zusätzlichen entstehen. Die Zulassungsstellen könnten die neuen Kürzel problemlos vergeben, heißt es. Noch muss der Bundestag zustimmen. Doch die Zustimmung der Länder gilt als wahrscheinlich. Ganz neu ist die Idee nicht: Seit 2012 sind bereits rund 330 alte Kennzeichen wieder eingeführt worden. Für viele Städte im Kreis Wesel könnten die zusätzlichen Kürzel ein Stück extra Heimatgefühl bedeuten. Kamp-Lintfort plant das Kürzel "KAL", in Neukirchen-Vluyn ist es "NV" , in Voerde "VOE" und in Xanten "XA".

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Kritik gibt es vom Landkreistag

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Der Landkreistag NRW lehnt die Pläne im Bundesrat ab, neue Kfz-Kennzeichen für Kommunen ab 20.000 Einwohner einzuführen. Die Erweiterung würde hohe Kosten verursachen, zusätzlichen bürokratischen Aufwand bringen und für die Polizei die Identifikation von Fahrzeugen erschweren. Kritiker warnen auch, dass der Wiedererkennungswert für regionale Marken verloren gehen könnte.

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