
Im Kreis Wesel werden gerade fleißig Laternen gebastelt und Tüten verpackt. Anfang November starten bei uns die Martinszüge. Allein in Moers kommen bis Mitte November fast 40 zusammen. Vor allem Kitas und Schulen haben sich angemeldet, aber auch Sportvereine und soziale Einrichtungen. Los geht es hier am 2. November. In Neukirchen-Vluyn sind 14 Martinszüge geplant. Bei den größeren etwa in Rayen/Hochkamer (5.11.) und in Neukirchen (11.11.) soll es auch wieder Martinsfeuer geben. Und auch in vielen anderen Städten kommen Dutzende Martinszüge zusammen. Infos finden ihr meist auf den Homepages der Kirchen, Schulen und Kitas.
Strahlende Kinderaugen in Sonsbeck oder Rheinberg
Zu den schönsten und größten Martinszügen gehört etwa der in Sonsbeck. Rund 2500 Kinder und Besucher werden am 14. November erwartet. Fleißige Helfer packen traditionell - dank Spenden - 1400 Tütchen. Sie gehen vor allem an die Kleinkinder und Senioren. Besonders atmosphärisch ist außerdem der Martinszug am 7. November in Dinslaken. Er führt zum Burgtheater, wo neben dem Martinsspiel auch ein gemeinsames Singen geplant ist. In Rheinberg sind die beiden großen Züge am 14. und 15. November geplant - erst in Annaberg, dann in der Innenstadt. Die Organisatoren hoffen auch wieder auf einen schön geschmückten Zugweg.
Martinsfest ist UNESCO-Weltkulturerbe
Das Martinsfest, so wie wir es heute kennen, entstand vor gut 150 Jahren am Niederrhein. Zwischen Rhein, Maas und Eifel bestehen zwischen 350 und 400 Sankt Martins-Vereine, die sich um die Organisation kümmern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Legende, in der der Heilige Martin seinen Mantel mit einem Bettler teilt. Sie wird neben den Laternenumzügen meist am Martinsfeuer nachgestellt. Seit rund acht Jahren gehört die Tradition in NRW sogar zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe. Die Liste soll Künsten, Bräuchen und Handwerkstechniken eine stärkere Aufmerksamkeit verschaffen.