
Der Rhein wirkt wegen des Niedrigwassers gerade harmlos. Noch immer bleibt das Schwimmen aber lebensgefährlich. Im Kreis Wesel und auch in vielen anderen Regionen herrscht deshalb Badeverbot - und das wird auch geahndet. Bei uns gehört Rheinberg zu den Schwerpunkten. Hier kamen 17 Ordnungswidrigkeiten zusammen. Dabei gab es sogar einen Uneinsichtigen, der gleich zwei Mal erwischt wurde. Auch in Voerde und Wesel wurden schon einzelne Verfahren eingeleitet. Spitzenreiter ist landesweit Düsseldorf mit über hundert Ordnungswidrigkeiten. Es drohen Bußgelder bis zu tausend Euro.
Ordnungsämter setzen auch auf Aufklärung
Laut einer dpa-Umfrage unter den Städten zeigt das Badeverbot Wirkung. An Hitzetagen seien vorher noch deutlich mehr Menschen gesichtet worden, die ihr Leben durch etwas Abkühlung im Rhein riskieren. Ordnungsämter und Polizei setzen auch nicht nur auf Strafen. Bei den Kontrollen kommen unzählige Aufklärungsgespräche zusammen. Das strikte Badeverbot startete letzten Sommer in Düsseldorf und weitete sich immer weiter aus. Hintergrund war die deutlich gestiegene Zahl von tödlichen Badeunfällen. Der starke Schiffsverkehr und tückische Strömungen machen den Rhein extrem gefährlich.