
In Voerde-Friedrichsfeld steht die nächste Sperrung im Zuge des Betuwe-Ausbaus an. Schon im Mai waren dort wegen des dreigleisigen Ausbaus der Güterzugstrecke wochenlang gleich zwei Straßen gleichzeitig gesperrt, jetzt folgt die nächste Etappe. Ab dem 25. August baut die Bahn die Poststraßen-Brücke komplett um, die Straße ist bis zum 27. September voll gesperrt. In der Zeit gibt es Kampfmittelsondierungen und Abbrucharbeiten an der alten Brücke. Autofahrer müssen wieder über die Frankfurter Straße und die Hindenburgstraße ausweichen, Fußgänger und Radfahrer über die Alte Mittelstraße und die Werkstraße. Nach der Sperrung bleibt es an der Brücke eng: Es gilt eine einspurige Regelung mit Ampel und Höhenbegrenzung. Weitere Sperrungen für die Poststraße hat die Bahn für die kommenden Monate bereits angekündigt.
Voerder sind Sperrungen schon gewohnt
Die Poststraße ist nicht zum ersten Mal betroffen. Bereits im Mai hatte die Bahn sie gemeinsam mit der Spellener Straße für drei Wochen komplett gesperrt – eine parallele Sperrung, die die Bahn ursprünglich hatte vermeiden wollen. Grund für die Änderung war ein größerer Arbeitsumfang als geplant. Auch danach blieb die Lage angespannt: Die Spellener Straße war bis Anfang Juni weiter komplett gesperrt, die Poststraße nur einspurig befahrbar. Der Betuwe-Ausbau zwischen Emmerich und Oberhausen läuft bereits seit 2017. Seitdem hat die Bahn unter anderem über 50 Kilometer Gleise sowie fast 40 Kilometer Oberleitungen erneuert und rund 45 Brücken erweitert oder neu gebaut.