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Ein Arzt misst in einer Bereitschaftspraxis in einem Krankenhaus in einem Untersuchungsraum bei einer Patientin den Blutdruck (gestellte Szene). Im Vordergrund liegt ein Stethoskop. (zu dpa: «Bürgermeister laufen Sturm gegen Pläne zu Notfallpraxen»)
© picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
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In Xanten werden mehr Hausärzte gebraucht

Die Hausärztedichte ist im Kreis Wesel sehr unterschiedlich verteilt. Vor allem in Xanten ist laut KVNO noch Bedarf. Den Zahlen nach ist Moers dagegen sogar überversorgt.

Veröffentlicht: Mittwoch, 22.04.2026 12:08

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In Xanten fehlt es anscheinend an Hausärzten. Die Versorgungsquote liegt knapp unter 80 Prozent, sagt die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. In ihrem Einzugsgebiet ist sie nur in vier weiteren Städten ähnlich niedrig. Bedarf wäre in Xanten demnach noch für sechs weitere Hausärzte. Die höchste Dichte im Kreis Wesel hat Moers. Mit einer Quote von über 110 Prozent spricht man sogar von einer Überversorgung. Hier können sich damit keine neuen Hausärzte niederlassen. Auch Dinslaken und Wesel kommen noch auf eine relativ hohe Hausärzte-Dichte.

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Hausärzte im Ländlichen werden gefördert

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Um Hausärzte mehr ins Ländliche zu locken, gibt es einige Fördermöglichkeiten. Zuschüsse kommen zum Beispiel vom Land, teils auch von den besonders betroffenen Kommunen. Sonsbeck etwa hatte 2022 eine entsprechende Richtlinie eingeführt. Wer sich als Hausarzt für fünf Jahre verpflichtet, erhält hier finanzielle Unterstützung. Oft setzen die Städte und Gemeinden auch auf moderne Ärztehäuser, um attraktiv für neue Medizinier zu sein. Was Fachärzte angeht, gilt unser Kreis als gut versorgt - obwohl viele Patienten lange Anfahrten und Wartezeiten beklagen.  

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