IS-Terrorist Nils D. schweigt vor Gericht

Seit heute steht der verurteilte IS-Terrorist erneut vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Er soll mindestens drei Menschen in Syrien zu Tode gefoltert haben.

© Morris Willner / FUNKE Foto Services.

Der IS-Terrorist Nils D. aus Dinslaken schweigt zu den Vorwürfen gegen ihn. Er steht seit heute erneut vor Gericht - auch, wenn er wegen seiner IS-Mitgliedschaft schon zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden ist. Vorgeworfen werden ihm jetzt Kriegsverbrechen und Mord, er soll in Syrien mindestens drei Menschen zu Tode gefoltert haben. Ein ehemaliger Gefangener hatte gegen ihn ausgesagt. Für den Prozess gegen den Dinslakener sind 22 Verhandlungstage angesetzt.



Hintergründe zu Nils D.

Der deutsche Konvertit war als Mitglied der sogenannten "Lohberger Brigade" 2013 über die Türkei nach Syrien gereist. Dort hatte er sich der Terrormiliz IS angeschlossen und war nach eigener Aussage dort in einer Spezialeinheit, die Abtrünnige aufspüren sollte. Im ersten Prozess hatte Nils D. die direkte Beteiligung an Tötungen bestritten, neue Erkenntnisse lassen etwas anderes vermuten. Demnach soll der inzwischen 29-jährige viel tiefer in die Gräuelttaten des IS verstrickt sein als bisher angenommen.

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