
Die Erfolgsquote in den deutschen Jobcentern ist offenbar sehr unterschiedlich. Das ist bei einer Studie der Kölner IW-Wirtschaftsforscher herausgekommen. Insgesamt vier Jahre wurden untersucht. Bei uns in der Region landeten dabei besonders viele Jobcenter im unteren Drittel des Rankings - darunter auch Wesel. Hier konnte demnach im Schnitt nur jeder fünfte Leistungsempfänger in den Arbeitsmarkt integriert werden. Krefeld, Kleve oder Duisburg schnitten allerdings noch schlechter ab. Oberhausen steht mit einer Quote von 15 Prozent sogar am unteren Ende. Hier geht es zu der Studie.
Strukturelle Voraussetzungen sind das Problem
Spitzenreiter ist die bayerische Stadt Ansbach. Dort fanden fast 40 Prozent der erwerbsfähigen Arbeitssuchenden reguläre Jobs. Das ist fast doppelt so viel wie der Schnitt aller Jobcenter. Die IW-Wirtschaftsforscher haben auch untersucht, wie stark die Jobcenter ihre strukturellen Voraussetzungen über- oder unterschreiten. Berücksichtigt wurden unter anderem die Arbeitslosenquote oder das Stellenangebot. Das Weseler Jobcenter etwa hat - gemessen an seinen strukturellen Voraussetzungen - eine Erfolgsquote, die in etwa zu erwarten ist.