
Ganz in der Nähe des Kamp-Lintforter Zechenparks steht ein neues, besonderes Beet. Der Wasserwirtschaftsverband LINEG hat hier einen Färbergarten angelegt. In ihm wachsen unter anderem Lavendel und Lupinen. Aus diesen Pflanzen lassen sich natürliche Farben herstellen. Das Projekt gehört laut NRZ zum weltweiten Netzwerk „Sevengardens“, das Naturfarben fördern will. Damit soll gezeigt werden, wie man auf umweltschädliche Acrylfarben verzichten kann. Künftig plant die LINEG auch, Samen an Hobbygärtner weiterzugeben.
Blau-weiße Pflanzen im Färbergarten Kamp-Lintfort
In dem Färbergarten wachsen etwa Schafgarbe, Lavendel, Mädesüß und Lupinen. Die Pflanzen sind den drei Wellen des LINEG-Logos nachempfunden. Sie blühen als Symbol für das Thema Wasser ausschließlich in Blau- und Weißtönen. Die in Kamp-Lintfort gewonnenen Farben werden nicht nur zum Malen verwendet. Das „Green FabLab“ der Hochschule Rhein-Waal testet mit ihnen, Naturfarben auch in 3D-Druckern einzusetzen. Außerdem soll der Färbergarten in die Internationale Gartenausstellung 2027 eingebunden werden.
Kamp-Lintfort als Hochburg des Sevengardens-Netzwerks
Hinter dem Projekt steht der Essener Künstler Peter Reichenbach, der das Sevengardens-Netzwerk gegründet hat. In Kamp-Lintfort machen laut NRZ bereits 20 bis 30 Einrichtungen mit, darunter Kitas, Schulen und die Hochschule Rhein-Waal. Reichenbach bezeichnet die Stadt deshalb als kleine Hochburg des Netzwerks. Den Färbergarten der LINEG haben Mitarbeitende gemeinsam mit dem Laga-Förderverein und der Stadt Kamp-Lintfort angelegt. Die Pflanzung ist im Juni erfolgt, die Mitarbeitenden der LINEG-Werkstatt haben das Beet zuvor gebaut. Während der trockenen Sommermonate hat Haustechniker Thomas Hüsch-Lohmann das Beet täglich gegossen. Neben Saatgut will die LINEG künftig auch Stecklinge aus dem Garten weitergeben. Das Thema Färbergarten soll außerdem Teil der LINEG-Wasserklasse werden, mit der der Verband Kitas und Schulen im Verbandsgebiet besucht. Das Sevengardens-Netzwerk ist 2010 von der Deutschen UNESCO-Kommission als „Struktur schaffende Maßnahme“ ausgezeichnet worden.