
Die Pläne für den neuen Bahnhof in Kamp-Lintfort werden konkreter. Heute wird der Politik ein überarbeiteter Entwurf präsentiert. Die wichtigste Änderung: Der Zugang zu den Gleisen ist jetzt zentral an einem Ort geplant - egal ob barrierefreie Rampe oder Treppe. Vorher sollte beides getrennt werden. Verklinkerte Mauern sollen außerdem Höhenunterschiede bei den Zuwegen ausgleichen. Sie können dabei auch als Sitzbänke dienen. Und der Bahnsteig bekommt ein großes, transparentes Dach. Das schützt dann gleichzeitig auch die Treppen vor Regen. Die Planungskosten liegen bei 150.000 Euro. Sie werden zu 80 Prozent gefördert.
Bahnsteigdach in Kamp-Lintfort wird transparent
Das große, transparente Bahnsteigdach hat eine Fläche von rund 230 Quadratmetern. Es soll auf schlanken Rundstützen errichtet werden. Der Bahnhofsvorplatz soll eine hohe Aufenthaltsqualität bekommen. Die verklinkerten Mäuerchen sind dabei nicht nur praktisch, sie passen sich optisch auch dem Zechenpark an. Perspektivisch bekommt der Kamp-Lintforter Bahnhof unter anderem noch Fahrradabstellanlagen. Bei dem geplanten Kiosk und dem öffentlichen WC ist die genaue Umsetzung noch offen. Hier müssen Finanzierung und Betrieb noch geklärt werden. Standort- und Platzbedarf sind aber miteingeplant.
Weiteres Vorgehen beim Bahnhof Kamp-Lintfort
Nach der heutigen Vorstellung im Stadtentwicklungsausschuss folgt am 11. September eine vertiefte Beratung mit dem Gestaltungsbeirat. Auf dieser Grundlage soll dann die konkrete Entwurfsplanung beginnen. Ursprünglich sollte die Bahnstrecke bereits Ende 2026 in Betrieb gehen. Der Termin verschiebt sich, weil auf Moerser Stadtgebiet mehrere Brücken saniert werden müssen.