
In Duisburg wird ab heute Nacht eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt für sieben Wochen gesperrt. Die neue Karl-Lehr-Brücke muss noch in ihre endgültige Position geschoben werden. Um 34 Meter wird sie von ihrem provisorischen Standort verlagert. Autofahrer müssen sich bis 5. Juni auf Staus und Umleitungen einstellen. Die Straßenbahn muss sogar über einen Monat länger (bis 10. Juli) auf die Freigabe warten. Die DVG richtet in der Zeit einen Schienenersatzverkehr ein. Der Neubau der Karl-Lehr-Brücke ist vor zweieinhalb Jahren eingeweiht worden. Um an den richtigen Platz zu rücken, musste aber erst noch der Vorgänger abgerissen werden.
Für Radfahrer verzehnfacht sich der Weg
Auch Radfahrer trifft die Brückensperrung hart. Der Allgemeinde Deutsche Fahrradclub beklagt, dass sich die Strecke für sie verzehnfacht. Die offizielle Umleitung führe dabei durch das Hafengebiet und über andere wenig attraktive Strecken. Auf ihnen gebe es etwa mehrere Sicherheitsmängel. Der ADFC sieht die Stadt gefordert, sie zu entschärfen. Der Karl-Lehr-Brückenzug ist eine von nur drei Nord-Süd-Erschließungen in Duisburg über die Ruhr. Außerdem ist er eine wichtige Achse aus dem Westen von Homberg über den Rhein in die Innenstadt. Und er ist die Hauptschlagader für den Duisburger Hafen.