
In der Duisburger Unibibliothek sind Keime im Leitungswasser nachgewiesen worden. Teile der Bibliothek, die Toiletten und die Teeküche wurden vorsorglich gesperrt. Zwei Erreger ("Pseudomonas aeruginosa" und "Legionellen") wurden bei Routineuntersuchungen nachgewiesen. Für gesunde Menschen besteht nach Angaben der Uni keine akute Gefahr, trotzdem nimmt man die Situation sehr ernst.
Sanierung dauert vermutlich bis Ende März
Das Wasserleitungssystem soll jetzt umfassend saniert werden. Die Sperrungen werden deswegen voraussichtlich noch bis Ende März dauern. Erst wenn mehrere Wasserproben unauffällig sind, wird die Bibliothek wieder komplett freigegeben. Die Uni hat erstmal drei Toilettenwagen aufgestellt und zehn Wasserspender installiert.
Diese Keime wurden nachgewiesen
Pseudomonas aeruginosa gilt als sogenannter Indikatorkeim. Für gesunde Menschen stellt er in der Regel keine Gefahr dar, kann jedoch bei immungeschwächten Personen Schleimhäute und Wunden infizieren. Vor allem weist sein Auftreten auf technische oder hygienische Mängel in der Wasserversorgung hin.
Legionellen sind natürliche Bestandteile von Trinkwassersystemen und werden erst bei höheren Konzentrationen zum Gesundheitsrisiko. An der Universität Duisburg wurden 100 koloniebildende Einheiten pro 100 Milliliter festgestellt. Dieser Wert überschreitet zwar keinen akuten Gesundheitsgrenzwert, macht jedoch eine gründliche Überprüfung der Wasseranlage erforderlich.