
Die Emschergenossenschaft investiert in Dinslaken 150 Millionen Euro in ihr Klärwerk. Unter anderem werden die eiförmigen, vierzig Meter hohen Faultürme saniert. Außerdem gibt es neue Blockheizkraftwerke. Die Anlage soll künftig einen großen Teil ihres Stroms selbst erzeugen. Auf über 12.500 Quadratmetern Freiflächen, Dächern und neuen Carports entstehen Solaranlagen. Sie können einmal den Bedarf von knapp 850 Haushalten decken. Die Inbetriebnahme ist für März 2027 geplant. Außerdem ist der Bau eines 150 Meter hohen Windrads auf einem ehemaligen Vorklärbecken vorgesehen. Das soll ab Ende 2028 weitere 15 Prozent der für die Anlage benötigten Energie liefern.
"Schwebende" Lehrwerkstatt für die Azubis
Die Betriebswasseranlage wird wegen Verschleißes komplett erneuert, genauso die Schlammbehandlungsanlage. Letztere soll bis Mitte 2029 fertiggestellt sein. Ein besonders markantes Bauprojekt auf dem Gelände ist die neue Lehrwerkstatt für den technischen Nachwuchs. Das Gebäude wird als optisch schwebende Konstruktion oberhalb zweier ehemaliger Eindickerbecken errichtet. Ab Sommer 2027 sollen dort bis zu 34 angehende Mechatroniker, Elektroniker und Industriemechaniker ausgebildet werden. Das Ausbildungszentrum wird neben Schulungsräumen auch eigene Werkstätten, Sanitäranlagen und Büros beherbergen.