
Ein SEK-Einsatz in Bocholt könnte drei Jahre später vor Gericht landen. Eine Hausbesitzerin hat Klage auf Schadenersatz eingereicht. Sie fordert 290.000 Euro vom Land NRW. An der Durchsuchung waren damals auch Beamte aus dem Kreis Wesel beteiligt. Die Polizei vermutete illegalen Waffenbesitz beim Ex-Partner der Klägerin. Die sagt, die Polizei habe die Tür aufgesprengt und das Haus damit massiv beschädigt. Für eine Sanierung fehlte ihr danach anscheinend das Geld. Der Anwalt der Frau sagt, der Schaden habe sich mit den Jahren weiter verschlimmert. Hilfe von Behörden habe seine Mandantin nicht bekommen.
Klage auf Schmerzensgeld in Vorbereitung
Neben den Sachschäden erhebt die Frau weitere schwere Vorwürfe gegen die Einsatzkräfte. In der Klageschrift heißt es, sie sei bei dem Einsatz geschlagen, bedroht und erniedrigt worden. Eine Anzeige gegen Beamte liegt aber nicht vor. Allerdings bereitet der Anwalt nach eigenen Angaben auch noch eine Schmerzensgeldklage vor. Die Frau sei bis jetzt arbeitsunfähig und in ärztlicher Behandlung. NRW-Innenminister Herbert Reul erklärte, von dem Fall erst aus den Medien erfahren zu haben. Die Vorwürfe sollen jetzt geprüft werden.