
In der Aula der Weseler Musik- und Kunstschule ist gestern Abend der Konrad-Duden-Journalistenpreis 2026 vergeben worden. Den ersten Platz belegt ein Journalist des GEO-Magazins mit einem Artikel über das Altern. Er beschäftigt sich mit der Frage: Wie alt wollen wir werden? Der Text zeigt am Beispiel des 104-jährigen Gerhart Wagner, welche Möglichkeiten die Altersforschung bietet. Gleichzeitig beleuchtet er die offenen Fragen nach Sinn und Lebensqualität. Den zweiten Platz teilen sich zwei Autoren der Süddeutschen Zeitung. Sie haben über einen Holocaust-Überlebenden geschrieben, der beim Hamas-Angriff auf Israel Todesangst erlebt hat. Eine Journalistin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung belegt den dritten Platz mit einem Porträt über einen Taxifahrer aus Berlin.
Die Auszeichnung geht an junge Journalisten aus ganz Deutschland. Sie müssen besonders gut mit der deutschen Sprache umgehen können. Die Jury bewertet die Texte nach sprachlicher Qualität und inhaltlicher Tiefe. Der Preis erinnert an Konrad Duden, der in Wesel geboren wurde. Die Stadt Wesel vergibt die Auszeichnung zusammen mit dem Presseclub Niederrhein und dem Dudenverlag. Der Preis ist insgesamt 3500 Euro wert. Die nächste Verleihung findet 2028 statt.