
Es geht weiter mit den Autokolonnen durch die niederländischen Grenzdörfer. Bundesinnenminister Dobrindt will die Kontrollen an den deutschen Grenzen um sechs Monate verlängern. Zunächst waren sie bis Mitte März angesetzt, jetzt sollen sie bis in den Herbst dauern. Bitter ist das für Grenzdörfer wie etwa Beek bei Emmerich. Hier sucht die Politik nach Lösungen gegen die Autoschlangen, weil Deutsche auf Holland-Tripp den Stau an der A3-Grenze umfahren. Die Bundesregierung sieht die Kontrollen aber als wichtiges Signal ihrer Migrationspolitik.
Rund 130 Schleuser festgenommen
Direkt an der NRW-Grenze zu den Niederlanden sind durch die Kontrollen bis Ende letzten Jahres über 1400 Menschen zurückgewiesen worden. Laut NRZ wurden außerdem rund 130 Schleuser festgenommen. Und es wurden etwa 600 Menschen erwischt, die noch einen Haftbefehl offen hatten. Auf der anderen Seite steht unter anderem eine enorm hohe Belastung der Polizei. Die Gewerkschaft spricht von drei Millionen Überstunden, die sich bundesweit angehäuft haben. Außerdem fehlten die Bundespolizisten an anderer Stelle - etwa an Bahnhöfen.