
Der Kreis Wesel wird gerade wieder an vielen Stellen der Eichenprozessionsspinner bekämpft. Die Raupen des Schädlings sind gefährlich - ihre Gifthaare können starken Juckreiz, allergische Reaktionen und Entzündungen der Atemwege auslösen. Betroffene Bäume werden deshalb laut dem Kreis mit einem biologischen Spritzmittel behandelt. Das Mittel sei für Menschen, Haustiere und Pflanzen unbedenklich. Die Raupen nehmen es aber über den Blattfraß auf und sterben ab, bevor sich die gefährlichen Gifthaare ausbilden können.
Wann und wo gesprüht wird
In Kamp-Lintfort zum Beispiel starten die Maßnahmen heute (27.04). Da müssen laut Stadt auch einzelne Straßenabschnitte, Schulhöfe, Spielplätze und Kindergärten kurzzeitig gesperrt werden. In Wesel werden insgesamt rund 2.300 Bäume behandelt - der Start ist am 4. Mai. Auch der Kreis Wesel arbeitet bereits seit Mitte April an Kreisstraßen und kreiseigenen Flächen. Die Sprüharbeiten sollen teilweise früh morgens losgehen und bis in den Abend laufen.
Was Bürgerinnen und Bürger jetzt wissen sollten
Wer Bäume sieht, an denen gerade gesprüht wird, sollte den Bereich meiden. Die Sperrungen sind nur kurzzeitig und gelten jeweils für die Dauer der Maßnahme. Das eingesetzte biologische Mittel enthält ein bakterielles Protein – es wirkt als selektives Fraßgift gezielt gegen die Raupen. Für alle anderen Lebewesen gilt es als unbedenklich. Wegen des engen Zeitfensters – die Raupen müssen bekämpft werden, bevor sich die Gifthaare ausbilden – laufen die Arbeiten teils bereits in den frühen Morgenstunden und bis in den Abend. Das Wetter spielt dabei eine entscheidende Rolle: Gesprüht wird nur bei trockener Witterung, damit sich das Mittel gleichmäßig auf den Blättern verteilen kann.