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Kreis Wesel beteiligt sich an weltweiten "Orange Days"
© Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services
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Kreis Wesel beteiligt sich an weltweiten "Orange Days"

Der Kreis Wesel setzt sich ab heute mit vielen Aktionen gegen Gewalt an Frauen ein. Zu den "Orange Days" gibt es Lesungen, Filmabende und Workshops. Auftakt sind Mahnwachen in Dinslaken und Neukirchen-Vluyn.

Veröffentlicht: Dienstag, 25.11.2025 05:13

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Der Kreis Wesel setzt ab heute ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Er beteiligt sich mit Vorträgen, Lesungen, Ausstellungen und Workshops an den "Orange Days". 16 Tage lang wird für Aufmerksamkeit, Respekt und Gleichberechtigung geworben. Zum Auftakt gibt es heute etwa Infostände in Hamminkeln oder Moers. In Dinslaken setzt sich ab 15 Uhr außerdem ein Mahnmarsch in Bewegung. Er beginnt an der Neutor Galerie und endet mit einer Kundgebung vor dem Rathaus. Und auch in Neukirchen-Vluyn ist eine Mahnwache geplant. Parteiübergreifend wird zum Mitmachen aufgerufen. Start ist hier um 17 Uhr auf dem Vluyner Platz. Erwartet werden Reden und eine Kunst-Installation, die über das Thema informieren und sensibilisieren soll. In den nächsten Tagen folgen u.a. ein Selbstverteidigungs-Workshop in Kamp-Lintfort, ein Filmabend in Schermbeck, eine Ausstellung in Xanten oder eine Lesung in Hünxe. Hier geht es zum Flyer des Kreises. 

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Weltweite Kampagne der UN seit den 90ern

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Die "Orange Days" sind Teil der weltweiten Kampagne "Orange the world". Sie wurde in den 90er Jahren von der UN ins Leben gerufen. Gefordert wird ein Ende der geschlechtsspezifischen Gewalt. Viele Städte hissen an ihren Rathäusern deshalb auch eine orangefarbene Flagge - bei uns etwa in Rheinberg. Außerdem werden einige zentrale Gebäude orange angestrahlt. Die Kampagne soll deutlich machen, dass Gewalt gegen Frauen noch immer fest in unseren patriarchalischen Strukturen verankert ist. Und welche tiefgreifenden Folgen sie für unsere gesamte Gesellschaft hat. Die "Orange Days" starten am internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen (25.11.) und laufen bis zum Tag der Menschenrechte (10.12.). 

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Anstieg bei der Zahl der Femizide

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Laut einer Studie des Landeskriminalamtes (LKA) für die Jahre 2014 bis 2023 sind mehr als 500 Frauen in Nordrhein-Westfalen innerhalb dieser zehn Jahre Opfer eines Femizids geworden. Unter Femiziden versteht man die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Wie das NRW-Innenministerium kürzlich mitteilte, ist die Zahl der Femizide in jüngster Zeit angestiegen: von 55 Fällen im Jahr 2022 auf 61 im Jahr 2023 und 72 im vergangenen Jahr.  Als häufigste Form des Femizids gilt die Tötung von Frauen durch einen Partner oder Ex-Partner. Zu den Tatmotiven zählen insbesondere männliches Besitzdenken, Frauenverachtung, sexuelle Frustration, Frauenhass sowie Kontroll- und Dominanzstreben. 

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