
Kreis Wesel fragt nach: Wie mobil sind wir wirklich?
Der Kreis Wesel startet die zweite Runde seiner großen Mobilitätsbefragung. Zufällig ausgewählte Haushalte in allen 13 Kommunen erhalten Post – und können mitbestimmen, wie der Nahverkehr hier besser wird.
Veröffentlicht: Dienstag, 14.04.2026 14:35
Seit heute verschickt der Kreis Wesel erneut Anschreiben an zufällig ausgewählte Haushalte – in Moers, Dinslaken, Wesel, Rheinberg, Kamp-Lintfort, Voerde, Hamminkeln, Xanten, Neukirchen-Vluyn sowie in den Gemeinden Alpen, Hünxe, Sonsbeck und Schermbeck. Im Brief steckt ein Link zu einer Online-Umfrage. Wer lieber Stift und Papier nimmt, kann den Fragebogen auch in schriftlicher Form anfordern. In der Stadt Wesel ist sogar ein Telefoninterview möglich. Die Teilnahme ist freiwillig und vollständig anonym. Alle Angaben werden vor der Auswertung anonymisiert – eine Rückverfolgung auf einzelne Personen ist nicht möglich. Die Befragung läuft bis Ende Mai. Die Ergebnisse sollen voraussichtlich im vierten Quartal 2026 vorliegen.
Worum geht es bei der Befragung genau?
Die Befragung dreht sich um den sogenannten Modal Split – also darum, wie sich die Wege der Menschen auf verschiedene Verkehrsmittel verteilen. Gefragt wird: Wer fährt mit dem Auto zur Arbeit? Wer nimmt den Bus? Wer steigt aufs Fahrrad? Und wer geht zu Fuß? Für einen konkreten Stichtag sollen alle Haushaltsmitglieder ihre Wege angeben – Ziel, Strecke und genutztes Verkehrsmittel. In der Stadt Wesel wird der Modal Split bereits seit 1982 regelmäßig erhoben. Die gewonnenen Daten fließen direkt in die Verkehrs- und Stadtplanung ein. Je mehr Menschen mitmachen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Und desto besser können Busse, Radwege und der gesamte Nahverkehr im Kreis Wesel künftig auf den echten Bedarf der Menschen ausgerichtet werden. Weitere Informationen hier zum Beispiel auf der Seite der Stadt Wesel.