
Der neue Postbank Wohnatlas 2026 zeigt: Im Kreis Wesel zahlt man für eine Eigentumswohnung im Bestand aktuell zwischen 2.000 und 2.500 Euro pro Quadratmeter. Das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut – kurz HWWI – hat dafür alle 400 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte untersucht. Im Vergleich zu den großen Metropolen ist der Kreis Wesel damit deutlich günstiger. In Düsseldorf kostet der Quadratmeter mehr als 5.000 Euro. In München sind es sogar über 9.000 Euro. Moers, Dinslaken, Wesel, Rheinberg und die anderen Städte und Gemeinden im Kreis liegen damit preislich in einem anderen Segment. Für viele Menschen ist das eine der wenigen Regionen in NRW, in der Wohneigentum noch vergleichsweise erschwinglich ist. Die Studie erscheint jährlich im Auftrag der Postbank und gilt als eine der umfangreichsten Immobilienmarktanalysen in Deutschland.
Prognose für Kreis Wesel und NRW bis 2035
Für Nordrhein-Westfalen insgesamt rechnen die Experten des HWWI bis 2035 nur mit geringen Preissteigerungen. Konkrete Zahlen speziell für den Kreis Wesel nennt die Studie nicht. Für NRW gilt aber: Die Preise steigen – allerdings moderat. Große Sprünge wie rund um Berlin oder in Teilen Bayerns sind hier nicht zu erwarten. Bundesweit steigen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen laut Prognose im Schnitt um 0,41 Prozent pro Jahr – inflationsbereinigt. Den stärksten Anstieg erwartet die Studie in Schleswig-Holstein, Bayern und Brandenburg. Spitzenreiter ist die Stadt Leipzig mit einem prognostizierten jährlichen Wachstum von fast zwei Prozent. In ländlichen Regionen Ostdeutschlands dagegen fallen die Preise. Für den Kreis Wesel und den Niederrhein gilt laut Studie: stabil, mit leichter Tendenz nach oben – aber ohne große Ausschläge in beide Richtungen.