
Die Mobilitätsplattform Uber hat ihr Angebot im Kreis Wesel erst vor kurzem weiter ausgebaut. Die wachsende Konkurrenz bekommen die Taxifahrer schmerzhaft zu spüren. Sie haben sich deshalb jetzt an den Kreis gewandt und fordern mehr Schutz. Am Donnerstag (25.6.) wird im zuständigen Ausschuss darüber beraten. Zur Debatte steht etwa ein festgelegter Mindestpreis für Mietwagen-Apps wie Uber. Auch andere Städte haben so schon versucht, Dumpingpreise zu verhindern. Einige sind aber auch vor Gericht damit gescheitert. Die Kreisverwaltung würde sich deshalb über ein teures Gutachten rechtlich absichern wollen.
Tarifkorridor für Taxiunternehmen
Taxiunternehmen im Kreis Wesel haben gegenüber Uber und Co. den Wettbewerbsnachteil, dass sie an feste Tarife gebunden sind und nachts teuer Fahrzeuge bereithalten müssen. Überlegt wird deshalb außerdem, dass Taxis über eine Art Tarifkorridor mehr Spielraum bekommen. Das heißt: Wenn ihr ein Taxi vorab reserviert, könntet ihr vielleicht künftig Festpreise aushandeln. Die dürfen dann bis zu zehn Prozent vom Standard-Tarif abweichen. Ob das alles so kommt, muss die Kreispolitik aber noch entscheiden. Zur Zeit beträgt die Grundgebühr bei Taxis im Kreis 5,50 Euro. Der Kilometerpreis liegt tagsüber bei 3,20 Euro, nachts bei 3,50 Euro.