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Kreistag Wesel entscheidet über Zukunft des FZX Xanten
© Sebastian Falke
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Kreistag Wesel entscheidet über Zukunft des FZX Xanten

Der Kreistag in Wesel stimmt am Donnerstag über die Zukunft des Freizeitzentrums Xanten ab. Auf dem Tisch liegt eine Verdoppelung der jährlichen Zuschüsse.

Veröffentlicht: Montag, 23.03.2026 07:57

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Das Freizeitzentrum Xanten steckt seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. Die Gesellschaft, die unter anderem die Xantener Nord- und Südsee sowie weitere Freizeitanlagen rund um Xanten betreibt, kommt mit ihren laufenden Einnahmen nicht aus. Bereits in den vergangenen Jahren haben die drei Gesellschafter – der Kreis Wesel, die Stadt Xanten und der Regionalverband Ruhr – extra Geld in die GmbH gepumpt, um eine Insolvenz zu verhindern. Jetzt soll der gemeinsame Jahres-Zuschuss von rund 590.000 Euro auf fast 1,2 Millionen Euro steigen. Der Kreis Wesel und die Stadt Xanten sollen dabei jeweils rund 297.000 Euro pro Jahr übernehmen – der Regionalverband Ruhr als größter Gesellschafter mit 50 Prozent Anteil den Rest. Xantens Stadtrat hat der Erhöhung bereits mit großer Mehrheit zugestimmt – 43 von 48 anwesenden Ratsmitgliedern stimmten dafür. Auch die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr hat grünes Licht gegeben. Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Kreistags in Wesel. Der trifft sich dazu am Donnerstag, dem 26. März.

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Landrat Ingo Brohl hat im Vorfeld der Abstimmung zwei Optionen für den Kreis Wesel ins Spiel gebracht, schreibt die RP. Entweder bleibt der Kreis Gesellschafter mit seinem Anteil von 25 Prozent und zahlt künftig den erhöhten Zuschuss von knapp 300.000 Euro pro Jahr. Oder der Kreis steigt als Gesellschafter aus – und löst seine finanziellen Verpflichtungen dafür in einer Summe ab. Brohl betont dabei ausdrücklich, dass auch ein Ausstieg aus der Gesellschaft kein Rückzug aus der Verantwortung wäre. Der Kreis könne das FZX auch von außen unterstützen und zu seiner Stabilität beitragen. Die Kreispolitiker haben aber klare Bedingungen gestellt – sie wollen vor der Abstimmung genaue Zahlen und eine nachvollziehbare Erklärung, wie ein Ausstieg dem FZX konkret helfen würde. CDU-Fraktionschef Frank Berger hat sich dafür ausgesprochen, mögliche Lösungen offen zu kommunizieren – und nicht im Verborgenen auszuloten.

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