
Im Kreis Wesel suchen sich immer mehr Familien Hilfe bei den Schulberatungsstellen. Laut Jahresbericht ist die Zahl der Fälle um fast 30 Prozent gestiegen (auf über 430). Auch werden die Probleme immer komplexer. Die Schüler müssen damit länger und teils von mehreren Stellen begleitet werden. Am häufigsten gibt es kreisweit Verhaltensauffälligkeit wie andauerndes Stören, sozialer Rückzug oder extreme Ängste. Aber auch Lernprobleme oder Schwänzen sind mehr geworden.
Hohe Nachfrage sorgt auch für lange Wartezeiten
Die hohe Nachfrage bei den Schulberatungsstellen des Kreises führt auch zu langen Wartezeiten. Oft dauert es Wochen bis zu einem Erstgespräch. Laut dem Jahresbericht konnte nur auf jeden zehnten Fall innerhalb von zwei Wochen reagiert werden. Jeder Vierte musste sogar mehr als zwei Monate warten. Die Schulberatungsstellen sind für 126 Schulen im Kreis Wesel zuständig. Sie sind damit Anlaufstellen für über 61tausend Schüler und 5400 Lehrkräften. Neben den Beratungen sind sie z.B. auch präventiv tätig.