
Die Staatsanwaltschaft Duisburg hat Anklage gegen eine Lehrerin des Berufskollegs Wesel erhoben. Die Frau ist seit 2009 nicht mehr an der Schule gewesen um zu unterrichten. Gegen sie besteht nach den Ermittlungen der Verdacht des Betrugs in elf besonders schweren Fällen sowie der Urkundenfälschung in zwei Fällen, so die Staatsanwaltschaft. Die Anklage ist am 23. Oktober beim Landgericht Duisburg eingegangen. Konkret geht es um den Zeitraum von März 2021 bis März 2025. In dieser Zeit soll die Lehrerin zehn Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen beim Berufskolleg eingereicht haben. Sie soll dabei gewusst haben, dass sie entgegen den Bescheinigungen dienstfähig war - so der Vorwurf. Insgesamt soll sie dadurch Bezüge von über 248.000 Euro erhalten haben, auf die sie keinen Anspruch gehabt haben soll
Vorwurf der Urkundenfälschung
Die Lehrerin aus Duisburg soll zudem im September 2025 über ihren Rechtsanwalt im Rahmen eines Disziplinarverfahrens weitere Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bei der Bezirksregierung Düsseldorf vorgelegt haben. Auch für diese Zeiträume soll sie tatsächlich dienstfähig gewesen sein, so die Anklage. Die beiden Fälle der Urkundenfälschung beziehen sich auf ihre Tätigkeit als aktive Tauchsportlerin. Sie soll zwei Tauchtauglichkeitsbescheinigungen selbst erstellt haben. Diese sollen von einer Ärztin stammen, die es den Ermittlungen zufolge gar nicht gibt. Konkrete Anhaltspunkte für eine andere berufliche Tätigkeit während der Krankschreibung haben die Ermittlungen nicht ergeben. Die Lehrerin hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens muss jetzt das Landgericht Duisburg entscheiden.