
Die LINEG hat mit einem Pilotprojekt zur biologischen Schlammbehandlung im Stadtgraben begonnen. Das Projekt läuft im Bereich rund um die Kulturinsel im Schloss- und Freizeitpark in Moers. Ein Boot verlegt dafür einen Schlauch am Grund des Gewässers. Über diesen Schlauch wird Luft in das Wasser eingeleitet. Die Luftzufuhr regt mikrobiologische Prozesse an. Diese Prozesse bauen die organischen Bestandteile im Schlamm auf natürliche Weise ab. Das Verfahren ist schonend und stört die Tier- und Pflanzenwelt nicht. Wer gerade am Stadtgraben spazieren geht, kann die aufsteigenden Luftblasen an der Wasseroberfläche beobachten. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern ein sichtbares Zeichen dafür, dass das Verfahren funktioniert.
Entschlammung geht im Herbst weiter
Die klassische mechanische Entschlammung des Stadtgrabens liegt derzeit planmäßig still. Der Grund dafür sind die aktuellen Brut- und Schutzzeiten. Das Saugboot ist bereits aus dem Gewässer entnommen. Im Herbst soll die Entschlammung dann fortgesetzt werden. Bis dahin bleibt die Baustellenfläche nahe der Minigolfanlage aus logistischen Gründen eingerichtet. Spaziergänger und Parkbesucher müssen also weiterhin mit der Absperrung rechnen. Die LINEG koordiniert beide Maßnahmen, damit die Arbeiten möglichst effizient ablaufen. Das biologische Verfahren überbrückt die Pause sinnvoll und trägt dazu bei, die Wasserqualität im Stadtgraben langfristig zu verbessern.