
Ein 27-jähriger Mann aus Dorsten ist wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Er hatte im vergangenen Oktober seine Ehefrau brutal geschlagen und erwürgt. Die 24-Jährige konnte nicht mehr gerettet werden. Der Richter sprach von einem «tief sitzenden Macht- und Besitzdenken» des Angeklagten. Noch kurz vor der Tat war der Dorstener wegen häuslicher Gewalt der Wohnung verwiesen worden. Dabei war ihm auch der Autoschlüssel weggenommen worden. Offenbar wollte er das nicht akzeptieren. Vermutlich drang er in der Nacht über ein auf Kipp stehendes Fenster in die Wohnung seiner Frau ein.
Essener Schwurgericht urteilt: Lebenslange Haft für Mord in Dorsten
Die 24-Jährige starb an einer Kombination aus Verbluten, Bluteinatmung und einer Sauerstoffunterversorgung des Gehirns. Der Dorstener habe sie „als minderwertiges Objekt betrachtet, mit dem er machen kann, was er will», sagte Richter Simon Assenmacher bei der Urteilsbegründung. Im Prozess hatte der Angeklagte – ein dreifacher Familienvater – zu den Vorwürfen geschwiegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.