
Nach einer Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sind in ganz Nordrhein Westfalen in diesem Jahr bis Ende Juli bereits 50 Menschen ertrunken. Auch bei uns in der Nähe gab es tödliche Unfälle: Ende Juni waren zum Beispiel drei Kanufahrer auf der Lippe in Wesel unterwegs und kurz vor der Rheinmündung gekentert. Einer von ihnen ist ertrunken. Einen weiteren tödlichen Badeunfall gab es Ende Juni im Bertasee in Duisburg. Die NRW-Zahlen entsprechen dem Bundestrend: In ganz Deutschland stieg die Zahl der Badetoten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um 15 auf 261.
Viele tödliche Badeunfälle im Juni
Vor allem im Juni sei die Zahl der Badeunfälle dramatisch angestiegen, heißt es von der DLRG. Zuletzt habe es im Jahr 2023 bundesweit über 100 Opfer in diesem Sommermonat gegeben. Auch in NRW hat sich die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast verdoppelt.
Die meisten Menschen ertranken hier in Flüssen (19), gefolgt von Seen (16) und Kanälen (9). Zwei Opfer kamen in Schwimmbädern zu Tode, jeweils eine Person in einem Teich und einem Bach. Badetote im Alter von 11 bis 20 Jahren stellten mit 12 Opfern die größte Gruppe – dreimal mehr als im Vorjahreszeitraum. Drei Opfer waren noch jünger.