
Das Fahrradverleihsystem metropolradruhr gibt es seit 2010. Seitdem hat es sich im Ruhrgebiet als festes Angebot für nachhaltige Mobilität etabliert. Bisher läuft der Betrieb über den Leipziger Anbieter Nextbike. Damit ist jetzt Schluss. Ab dem ersten April übernimmt der dänische Bike-Sharing-Spezialist Donkey Republic. Der neue Vertrag läuft fünf Jahre. Der Regionalverband Ruhr koordiniert das Angebot gemeinsam mit den beteiligten Städten. Dazu gehören unter anderem Duisburg, Moers und Neukirchen-Vluyn. Die bisherigen Räder von Nextbike sind bereits eingesammelt. Neue Fahrräder stehen ab heute bereit – zunächst an den meistgenutzten Stationen.
So funktioniert die Ausleihe ab sofort
Wer ein Rad ausleihen will, braucht die App von Donkey Republic. Die gibt es kostenlos im App Store und bei Google Play. Nach einmaliger Registrierung läuft alles über das Smartphone. In der App ein verfügbares Rad in der Nähe auswählen, per Handy entsperren – und losfahren. Neu ist das Abstellen: Das Fahrrad wird nach der Fahrt nicht mehr manuell verriegelt, sondern ebenfalls über die App. Das Prinzip kennen viele schon von E-Scootern. Der Standardtarif liegt bei einem Euro pro Stunde – maximal zehn Euro am Tag. Wer öfter fährt, kann ein Monatsabo für sieben Euro fünfzig abschließen. Das Jahresabo kostet 60 Euro. In beiden Varianten sind täglich 60 Freiminuten enthalten.
Mehr Räder, mehr Stationen – Ausbau ist geplant
Donkey Republic startet zunächst mit einem Basisangebot. Im Laufe des Jahres soll die Flotte im gesamten Ruhrgebiet auf mehr als fünftausend Räder wachsen. Auch die Zahl der Stationen steigt. Neue Standorte kommen schrittweise dazu. Welche Orte im Kreis Wesel noch folgen, ist noch offen. Der Regionalverband Ruhr will das Netz gemeinsam mit den Kommunen weiterentwickeln. Ziel ist eine lückenlose Verbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Das System soll Pendler, Freizeitradler und Touristen gleichermaßen ansprechen. Mehr Infos und die Möglichkeit zur Registrierung gibt es hier.