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 Mineralmahlwerk in Wesel schließt
© Luftbild Blossey www.blossey.eu
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Mineralmahlwerk in Wesel schließt

Das Mineralmahlwerk am Lippeglacis in Wesel wird geschlossen. Grund sind wirtschaftliche Probleme. Mehr als 30 Beschäftigte sollen sozialverträglich abgebaut werden.

Veröffentlicht: Donnerstag, 05.02.2026 11:34

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In Wesel soll das Mineralmahlwerk am Lippeglacis geschlossen werden. Betroffen davon sind 36 Beschäftigte. Das Familienunternehmen möchte die Arbeitsplätze in den nächsten Monaten sozialverträglich abbauen. Der Prozess könne deshalb noch das ganze Jahr in Anspruch nehmen. Begründet wird die Entscheidung mit der dauerhaft angespannten wirtschaftlichen Lage. Der Weseler Standort habe eine hohe Abhängigkeit von der chemischen Industrie. Das Mineralmahlwerk gehört seit den 90er Jahren zur Cremer Erzkontor GmbH. Es verarbeitet die unterschiedlichsten Roh- und Recyclingstoffe aus aller Welt. Am Lippeglacis stehen dafür sieben große Aufbereitungs- und Trocknungsanlagen.

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Das Unternehmen bündelt Prozesse in Hamm

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In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen intensiv daran gearbeitet, den Weseler Standort zu stabilisieren und langfristig zu erhalten, schreibt Cremer Erzkontor. Trotz vieler Maßnahmen hätten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber weiter verschlechtert. Prozesse für den europäischen Markt sollen künftig im Werk in Hamm gebündelt werden. Damit soll die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Geschäfts nachhaltig gesichert werden. Das Mineralmahlwerk Wesel war 1754 zunächst als Handelsunternehmen für Farben, Tapeten und Gerbstoffe gegründet worden. In den 1930er Jahren spezialisierte es sich dann auf die Lohnvermahlung von Erzen und Mineralien. 1991 wurde es von Cremer Erzkontor übernommen.

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