
Im Freizeitpark in Moers gibt es einen neuen Gedenkort. Die Stadt hat das Projekt „10+1 Bäume" des Landesintegrationsrats NRW umgesetzt. Zehn Bäume stehen für die zehn NSU-Opfer. Der elfte ist ein Mahnmal für alle weiteren Opfer rassistischer Gewalt in Deutschland. Gepflanzt hat die Stadt drei Kanadische Judasbäume und acht Holz-Stelen – ergänzt durch eine Bank und eine Gedenktafel.
Gedenkort in Moers – Entstehung und Hintergrund des Projekts
Die Idee geht auf einen Antrag des damaligen Moerser Integrationsrats von 2023 zurück. 90 Prozent der Kosten hat der städtische Fachdienst für Freiraum- und Umweltplanung getragen – den Rest der ACI. Bürgermeisterin Julia Zupancic sagte bei der Eröffnung, die Bäume stünden für Hoffnung, Vielfalt und gemeinsame Verantwortung. ACI-Vorsitzender Sait Olgun verlas die Namen aller zehn Ermordeten. Er rief dazu auf, entschlossen einzustehen, wenn die Würde von Menschen verletzt wird.