
Moers und Dinslaken bekommen Millionen für Stadtumbau
Das Land NRW fördert Stadtumbauprojekte in Moers und Dinslaken – mit insgesamt rund 10,6 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Städtebauförderprogramm 2026 der schwarz-grünen Landesregierung in Düsseldorf.
Veröffentlicht: Dienstag, 28.07.2026 07:05
Moers und Dinslaken profitieren in diesem Jahr besonders von der Städtebauförderung des Landes NRW. Insgesamt fließen rund 10,6 Millionen Euro in den Kreis Wesel – aufgeteilt auf drei konkrete Projekte. Das Programm unterstützt Städte und Gemeinden beim Umbau und bei der Modernisierung ihrer Ortskerne. Die Förderung trägt laut Land dazu bei, auf Klimaveränderungen, demografischen Wandel und Digitalisierung zu reagieren. Nordrhein-Westfalen stellt in diesem Jahr insgesamt 356 Millionen Euro für 139 Projekte in 117 Kommunen bereit. Innerhalb des Kreises Wesel geht der größte Teil nach Moers. Gleich zwei Projekte in der Stadt haben eine Förderzusage bekommen. Und auch Dinslaken ist dabei – mit einem Projekt rund um den Bahnhof.
Moers: Bürgerzentrum in Meerbeck und neuer Schlosspark
Im Moerser Stadtteil Meerbeck entsteht ein neues Bürgerzentrum. Das Land stellt dafür 6,3 Millionen Euro bereit. Ein Bestandsgebäude soll dafür umgenutzt werden. Außerdem wird der Schlosspark im Herzen von Moers neu gestaltet. Auch die Planungskosten für den weiteren Innenstadtumbau sind in diesem Fördertopf enthalten. Für diese beiden Maßnahmen zusammen gibt das Land weitere 3,7 Millionen Euro. Das Programm heißt intern „moersKonzept Masterplan Innenstadt II". Damit fließen allein nach Moers rund zehn Millionen Euro aus Düsseldorf.
Dinslaken: Bahnhof soll schöner werden
In Dinslaken geht es um den Hauptbahnhof. Das Projekt heißt „Schöner ankommen" – und genau das ist das Ziel. Der Bahnhof soll saniert und neu gestaltet werden. Rund 584.000 Euro stellt das Land dafür bereit. Die Förderung deckt in diesem Schritt zunächst die Planungskosten ab. Das Projekt ist dem Bereich Innenstadt zugeordnet. Der Bahnhof gilt als wichtiges Eingangstor in die Stadt. Mit der Förderung kann Dinslaken jetzt konkret in die Planung einsteigen.
Sofort loslegen – kein Warten mehr nötig
Die geförderten Städte müssen nicht mehr auf den formalen Förderbescheid warten. Das ist neu. Bisher mussten Kommunen oft monatelang auf grünes Licht warten, bevor sie starten durften. Das entfällt jetzt. Moers und Dinslaken können also direkt loslegen. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Volkhard Wille, der den Kreis Wesel im Düsseldorfer Landtag vertritt, begrüßt die Förderung ausdrücklich. Er betont, dass die Städtebauförderung ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Kommunen sei. Bereits jetzt können Städte und Gemeinden Anträge für das Förderprogramm 2027 stellen. Weitere Infos gibt es unter www.mhkbd.nrw.