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Moers: Was kostet der Streit um das Flüchtlingsheim?
© Volker Herold / FUNKE Foto Services
Ansicht der Grünfläche auf Höhe Länglingsweg 112 in Moers-Schwafheim, wo eine Flüchtlingsunterkunft geplant ist.
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Moers: Was kostet der Streit um das Flüchtlingsheim?

Die Stadt Moers will eine neue Unterkunft für Geflüchtete in Schwafheim bauen. Was hat der jahrelange Streit die Stadt bisher gekostet?

Veröffentlicht: Freitag, 05.06.2026 04:48

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Der Streit um die geplante Flüchtlingsunterkunft in Moers-Schwafheim geht weiter. Seit 2023 ist der Bau einer neuen Unterkunft am Länglingsweg im Stadtteil Schwafheim beschlossen. Anwohnerproteste, Gerichtsverfahren und archäologische Untersuchungen haben das Projekt seitdem immer wieder ausgebremst. Jetzt haben sich CDU und SPD auf einen Kompromiss geeinigt. Die Unterkunft soll gebaut werden – aber kleiner als ursprünglich geplant und in zwei Bauabschnitten. Die Gesamtkosten für das Projekt liegen bei rund 13 Millionen Euro. Wie viele Plätze genau entstehen sollen, ist noch offen.

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Was der Streit um die Unterkunft in Schwafheim bisher gekostet hat

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Radio K.W. hat bei der Stadt Moers nachgefragt, was die jahrelangen Verzögerungen gekostet haben. Die Antwort der Stadtverwaltung: Direkte Mehrkosten sind durch die Verzögerungen bisher nicht entstanden. Die archäologischen Untersuchungen auf dem Gelände waren ohnehin vorgeschrieben. Auch die Gerichtsverfahren haben die Stadt bisher kein Geld gekostet. Alle bisherigen Klagen von Anwohnern sind gescheitert – die Stadt hat sämtliche Verfahren gewonnen. Allerdings läuft noch ein letztes Verfahren vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster. Solange dieses Verfahren nicht abgeschlossen ist, lässt sich die endgültige Kostenbilanz nicht ziehen. Fest steht aber: Ein Neubau in Schwafheim würde der Stadt langfristig Geld sparen. Nach Fertigstellung könnte eine teurere Bestandsunterkunft geschlossen werden – das würde allein beim Sicherheitsdienst mindestens 500.000 Euro pro Jahr einsparen.

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Flüchtlingsunterkunft Moers: Opposition im Stadtrat ist gespalten

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Der Kompromiss von CDU und SPD stößt im Moerser Stadtrat auf wenig Gegenliebe – aber aus sehr unterschiedlichen Richtungen. Grüne, Linke Liste und die Ratsgruppe DIE PARTEI/Volt wollen am ursprünglichen Beschluss von 2023 festhalten. Sie fordern die volle Kapazität von 168 Plätzen. Eine Verkleinerung sei fahrlässig – die Stadt riskiere damit teure Provisorien und Notlösungen. FDP und Ratsmitglied Daniela van Meegeren gehen in die andere Richtung und fordern eine komplette Neubewertung des gesamten Projekts. Auch die Interessengemeinschaft Schwafheim ist unzufrieden. Die Anwohnergruppe nennt den Kompromiss einen faulen Deal und spricht von Täuschung in Etappen. Wie es weitergeht, entscheidet sich wohl am 8. Juli – dann kommt der Moerser Stadtrat zur nächsten Sitzung zusammen.

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