
Ein 29-Jähriger soll vom Moerser Gefängnis aus Drogengeschäfte im großen Stil geführt haben. Aktuell steht er deshalb vor Gericht, heute wird das Urteil erwartet. Laut RP geht es um Marihuana und Haschisch im Wert von mindestens 330.000 Euro. Demnach soll der Angeklagte aus Kaarst ein Handy mit Verschlüsselungsprogramm genutzt haben. In der JVA Kapellen soll er so auf vermeintlich abhörsicheren Wegen mit Kunden gesprochen haben. Komplizen außerhalb des Gefängnisses kümmerten sich dann um alles. Die Staatsanwaltschaft spricht von acht Fällen.
29-Jähriger soll in FBI-Falle getappt sein
Das genutzte Verschlüsselungsprogramm ist dem 29-Jährigen am Ende zum Verhängnis geworden. Es handelte sich im eine Technologie des FBI, die quasi als Falle an Kriminelle verteilt worden war. Der Angeklagte war nicht der einzige Deutsche, der so aufflog. Millionen Chats wurden an deutsche Ermittler weitergeleitet. Der Kaarster hatte zum Prozessauftakt die Taten gestanden, schreibt die Zeitung. Deshalb könnte das Urteil früher fallen als zunächst geplant. Im Moerser Gefängnis hatte der Mann eine Haftstrafe abgesessen, die er auch schon wegen Drogenhandels bekommen hatte.