
Die Moerser Tafel sucht seit Monaten neue Räume. Jetzt gibt es ein konkretes Angebot: ein Objekt im Gewerbegebiet Hülsdonk, am Rand der Innenstadt. Lage und Größe passen – das sagt der Vorstand selbst. Aber unterschrieben ist noch nichts. Die Tafel ist nicht die einzige Bewerberin auf das Objekt. Zwei weitere Mitbewerber sind im Rennen. Wer den Zuschlag bekommt, entscheidet die Immobiliengesellschaft. Dafür müssen noch Unterlagen eingereicht werden – vom Steuerberater, vom bisherigen Vermieter und weitere Nachweise. Auch die Lebensmittelbehörde muss das neue Objekt noch abnehmen. Eine Anmietung könnte schon ab Mitte April erfolgen.
Moerser Tafel ist auch logistische Drehscheibe
Die Moerser Tafel versorgt jede Woche rund 600 Haushalte – das sind etwa zweitausend Menschen. Und das ist nicht alles: Von Moers aus werden 14 weitere Tafeln im Umland mit Lebensmitteln beliefert. Die Moerser Tafel ist damit eine logistische Drehscheibe für den gesamten Niederrhein. Bis Ende September muss sie ihre bisherigen Räume an der Wittfeldstraße verlassen. Was im schlimmsten Fall mit den Vorräten, den Kühlgeräten und dem gesamten Betrieb passiert, möchte man sich nicht ausmalen. Man schaue trotzdem auch noch weiter nach Alternativen, heißt es. Klappt es mit den Räumen in Hülsdonk, wäre das die Rettung – für die Tafel und für tausende Menschen am Niederrhein.