
24.000 Tonnen belastete Böden sollen in Kamp-Lintforter Kiesseen gelandet sein. Davon geht die Anklage im landesweiten Müllskandal aus. Jetzt hat die zuständige Aufsichtsbehörde einen Sachverständigen eingesetzt. Er soll klären, wie der Bereich Rossenray weiter untersucht werden soll. Der SPD-Abgeordnete René Schneider begrüßt das. Damit könnten mögliche Gefährdungen besser lokalisiert werden. Die Staatsanwaltschaft habe der Behörde zuvor eine lange Liste mit verdächtigen LKW-Ladungen übermittelt.
Kritik an der verzögerten Aufarbeitung
„Ich bin froh, dass nun endlich ein kundiger Sonderbeauftragter eingreift, der für präzisere Proben rund um die Kies-Seen sorgen soll“, sagt der Kamp-Lintforter Schneider: „Leider ist aber viel zu viel Zeit ins Land gegangen, bis die Landesregierung und ihre Bergbehörde entsprechend angemessen auf den Ernst der Lage reagiert haben.“ Jetzt brauche es rasch ein umfassendes Konzept zur Gefahrenabwehr basierend auf den Erkenntnissen des Sachverständigen. Das müsse dann auch transparent an die Bevölkerung kommuniziert werden.